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+++ Die Melodie der Nacht +++
Drehbuch: Thu Dung
Regisseur: Bui Tuan Dung

Inhalt des Films:
Dies war eine Geschichte aus den 80er Jahren in Vietnam, als dort die sozialistische Planwirtschaft noch herrschte. Duc war Soldat im Vietnam-Krieg gegen Amerikaner. Er kehrte von der Front äußerlich unversehrt heim, trug in sich jedoch Giftdioxin. Duc hat zwei Kinder. Das Gift, welches während des Krieges in seinen Körper eindrang, zeigte seine Wirkung in der nächsten Generation. Das erste Kind von Duc war missgebildet und gelähmt. Die Hoffnung der ganzen Familie lag in Hieu, dem schönen gesunden und musikalisch begabten Sohn. Hieu scheinte von der Wirkung des Giftes verschont zu sein.
Sein Großvater, Herr Nhan, war auch Kriegveteran aus dem Indochinakrieg gegen die Franzosen. Er hat zuletzt in Dien Bien Phu gekämpft. Er nahm seinen Enkelsohn Hieu unter seine Obhut. Er fühlte sich sehr glücklich, wenn er seinen Enkelsohn zur Schule bringen und von dort abholen konnte. Hieu war intelligent und interessiert sich sehr für Musik. Großvater Nhan sparte, um für Hieu ein Klavier zu kaufen.

Eines Tages verlor Hieu sein Sehvermögen. Es stellte sich heraus, dass auch er vom Giftdioxin nicht verschont geblieben war. Die Familie lebte in tiefer Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit.
Als Großvater Nhan seinen Enkelsohn am Klavier des Nachbarn sah und wie dessen Finger langsam aus den Tasten Töne herausholte, wuchs in ihm erneut die Hoffnung. Er entschloss sich, die einzig wertvollen Gegenstände aus seiner Familie, die antiken Kerzenhalter aus dem Familienaltar zu verkaufen, um für Hieu ein gebrauchtes Klavier zu kaufen. Er wollte seinem Enkelsohn schnell wie möglich die Möglichkeit gewähren, das Klavierspielen zu erlernen.

Großvater Nhan ging zu verschiedenen Musikschulen. Jedoch nahm keine Schule Hieu auf, da sie alle keine Erfahrungen mit blinden Schülern hatten. Es scheinte so, als würden für Hieu alle Türen geschlossen bleiben.
Der Großvater verlor jedoch seinen Mut nicht. Seine Beharrlichkeit und die grenzlose Liebe zu seinem Enkelsohn hatten einen Musiklehrer überzeugt. Dieser war bereit, Hieu Einzelunterricht zu geben. Der Großvater half seinem Enkelsohn wo er konnte. Er unterstütze Hieu dabei, die Musik mit Händen, mit dem Gehör und nicht zuletzt mit der Phantasie zu begegnen. Am Wichtigsten war es jedoch, dass er seinem Enkelsohn dabei half, dessen Alltag selbständig zu bewältigen.

Als Hieu zum ersten Mal auf einer großen Bühne ein Konzert gab, verstarb der Großvater. Das Konzert war das kostbare Geschenk, welches Hieu seinem Großvater widmete.

Die Liebe zur Familie und der Lebenswille sind die Themen dieses Filmes. Jeder Mensch, in welcher Lage er sich auch befindet, wird seinen Weg finden und den Sinn seines Lebens erfüllen. Das ist die Melodie der Nacht, das ist die Farbe der Dunkelheit.


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