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DER KRIEG DER NICHT ZU ENDE GEHT
2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin verursacht weder Explosion
noch Atompilz, doch es ist eine der tödlichsten Substanzen,
die der Mensch je geschaffen hat: nach einem makabren
Rechenbeispiel genügen 80 Gramm des TCDD genannten Giftes,
einer Art Super-Dioxin, um alle Einwohner New Yorks zu töten.
Die Genfer Kriegsrecht-Konvention verbietet den Einsatz solcher
Waffen, deshalb wurde das Gift im Vietnamkrieg in unbeschrifteten,
nur mit einem Farb-Band markierten Fässern,
geliefert – so entstanden die Kriegsnamen ‚Agent Orange’,
Agent Blue’ usf.
Der Gifteinsatz ist eines der größten Kriegsverbrechen, die
die USA je begangen haben, von seinen Folgen und der Langfristigkeit
her mit den Atombombenabwürfen von Hiroshima und
Nagasaki vergleichbar. Das Gift reichert sich in der Natur
an, es baut sich nicht ab und ist nicht nur kanzerogen, also
krebserre-gend, sondern auch teratogen – es ruft während
einer Schwangerschaft Anomalien hervor.
In den 90 Millionen Litern ‚Agent Orange’ (und Devirate)
waren 366 Kilogramm der mörderischen Substanz TCDD enthalten,
die über Urwald und Reisfeldern versprüht wurden, um dem
Feind Deckung und Nahrung zu nehmen. In der Folge werden bis
heute in den ehemaligen Agent-Orange-Einsatzgebieten 25-50
Mal mehr körperlich und geistig schwerstbehinderte und mißgebildete
Kinder geboren und Krebserkrankungen diagnostiziert
als es der statistische Mittelwert vorgibt – jeden Tag etwa
zwei Dutzend schwer mißgebildete Neugeborene.
Die betroffenen Kinder kennen den Vietnamkrieg nicht und haben
noch nie von Agent Orange gehört. Sie wurden Jahrzehnte
nach dem Krieg geboren und leiden trotzdem unter den Folgen.
Die genaue Zahl der Opfer kennt niemand. Die Schätzungen
reichen von 650.000 bis zu vier Millionen vietnamesischer
Opfer von Agent Orange.
CHÀO e.V.
Die Organisation „CHÀO - Charity & Help for Agent Orange Victims“
hat sich gegründet, um den Spätopfern dieses Kriegsverbrechens
direkt zu helfen, um Technik und Geld für die Entgiftung
des Bodens bereit zu stellen und, um ein Bewußtsein über
das Verbrechen angesichts der fortdauernden Kriege auch in den
Nachkriegsgenerationen wach zu halten.
Die Organisation bemüht sich, menschliches Leiden zu lindern
und ist bestrebt, Leben und Gesundheit zu schützen und der
Würde des Menschen Achtung zu verschaffen.
Arbeit der Organisation:
- die direkte medizinische und medizintechnische Hilfe durch
Krankenhaus- und Operationseinrichtungen, Mobilitätshilfen
etc.
- die indirekte medizinische und psychosoziale Hilfe durch
Akquise von Forschungsvorhaben rund um die Wissenschaftsgebiete
teratogene und karziogene Stoffe, sowie die Linderung des
Leidens der in Folge oft durch Ausgrenzung mehrfach behinderten
Kinder und Erwachsenen.
- Materielle, personelle und finanzielle Unterstützung zur
Aufklärung in Vietnam zu dem Themengebieten ‚Langfristige Folgen
des Chemiewaffeneinsatzes’ und der Aufklärung über Behinderungen
körperlicher und geistiger Art.
- die Entgiftung beziehungsweise Dekontaminierung der verseuchten
Gebiete.
den Aufbau schulischer und psychosozialer Hilfe leistender
Zentren in Vietnam.
- die Organisation und Durchführung von Seminaren, Ausstellungen,
Veranstaltungen oder anderer Projekte sozialer, kultureller
oder politischer Art, die die Grundsätze und Ziele
des Vereins beinhalten und verfolgen.
Für weitere Informationen stehen Ihnen folgende Dokumente
zur Verfügung: